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Wer macht was?
Mammographie-Screening

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Bild: Frau Dr. med. Ulrike Meyer-Johann, Programmverantwortliche Ärztin für das Mammographie-Screening in den Kreisen Bielefeld und Gütersloh mit ihrem Team.



Mammographie-Screening - das Programm zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr in den Kreisen Bielefeld und Gütersloh

Viele Frauen kennen die Mammographie (die Röntgenuntersuchung der Brust) aus der radiologischen Praxis.

Die Mammographie ist die sicherste Früherkennungsmaßnahme gegen Brustkrebs. Sie bringt den höchsten Nutzen in einer qualitätsgesicherten, regelmäßig durchgeführten Reihenuntersuchung. Dieses Mammographie-Screening wird bereits langjährig in mehreren Nachbarländern durchgeführt.

Die Gemeinschaftspraxen DIRANUK Bielefeld-Zentrum und Dres.Teipel, Ong & Olliges in Gütersloh nehmen seit Anfang 2006 am Mammographie-Screening-Programm teil.

Für Rückfragen oder Informationen zum Mammographie-Screening wählen Sie die Rufnummer: 0521 - 96453 630
.



Das Mammographie-Screening in Bielefeld und Gütersloh wird nach dem höchstmöglichen Qualitätsstandard durchgeführt und nach den Europäischen Leitlinien begutachtet. Jede Stufe der Untersuchung wird überprüft, kontrolliert und dokumentiert.

Das Mammographie-Screening wird von unabhängigen Stellen sowie von einem Referenzzentrum zusätzlich überwacht.

Die Röntgenbilder von jeder Frau müssen von zwei unabhängig voneinander arbeitenden Ärztinnen oder Ärzten begutachtet werden.

Alle Ärztinnen und Ärzte, die im Mammographie-Screening arbeiten, müssen mindestens 5.000 Mammographien jährlich beurteilen und eine regelmäßige Teilnahme an Zusatzausbildungen vorweisen.

Alle Röntgenassistentinnen müssen eine Zusatzausbildung erfolgreich bestehen.

Die Röntgengeräte werden täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich überprüft.

Jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren aus den Kreisen Bielefeld und Gütersloh wird schriftlich zum Mammographie-Screening eingeladen.
Absender ist die Zentrale Stelle in der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Die Namen und Adressen der einzuladenden Frauen werden von den Meldeämtern in Absprache mit den Datenschutzbeauftragten zur Verfügung gestellt. Die Namen und Adressen werden nur zur Einladung zum Screening verwendet und an niemanden zu anderen Zwecken weitergegeben.
Liegt die letzte Mammographie weniger als 1 Jahr zurück, vereinbaren Sie eine Terminverschiebung.

Eine persönliche Terminvereinbarung, bevor die offizielle Einladung Sie erreicht, ist bei der Zentralen Stelle in Münster unter der Rufnummer 0251 929 5000 ebenfalls möglich.
Das Ergebnis der Mammographie wird Ihnen nach erfolgter Doppelbefundung und ggf. Konsensuskonferenz, schriftlich innerhalb von einer Woche mitgeteilt.

Eine weiterführende Abklärungsdiagnostik erfolgt umgehend, wenn beide befundenden Ärzte eine Auffälligkeit festgestellt haben. Unabhängig von Ihrem Wohnort in den Kreisen Bielefeld oder Gütersloh werden Sie hierzu in das Mammographie-Screening-Zentrum 33602 Bielefeld, Feilenstraße 1 eingeladen.

Sollte sich die Verdachtsdiagnose bestätigen und ein operativer Eingriff erforderlich sein, steht Ihnen das Screening-Team gemeinsam mit Ihrem Gynäkologen zur Seite.



Zuordnung der Wohnorte zu den Mammographie-Einheiten

Gemeinschaftspraxis
DIRANUK Bielefeld-Zentrum


Bielefeld
Borgholzhausen
Halle
Schloß Holte-Stukenbrock
Steinhagen
Werther
Gemeinschaftspraxis
Dres. Teipel, Ong & Olliges


Gütersloh
Herzebrock-Clarholz
Rheda-Wiedenbrück
Riedberg
Langenberg
Harsewinkel
Verl
Versmold




Unsere Ergebnisse – Stand 30.06.2006

 
Bielefeld

Gütersloh

gesamt

Einladungen
6.610
2.456
9.066
Untersuchungen
4.285
1.613
5.898
Akzeptanz
64,8%
65,7%
65,1%
Assessmentfälle - Abklärungsdiagnostik
173
54
227
prozentualer Anteil am Assessment
4,0%
3,3%
3,8%
gesicherte Karzinome
25
14
39
Rate auf tausend Untersuchungen
5,8
8,6
6,6




Strahlenbelastung und –risiko durch das Mammograhpie-Screening

Die mittlere Parenchymdosis einer 2-Ebenen-Mammographie ist kleiner 5 mSv.

Zum Vergleich:
  • Die Parenchymdosis bei einem Thorax-CT beträgt im Mittel 14 mSv,
  • die natürliche Strahlenexposition durch Inhalation von Radon, Aufnahme radioaktiver Isotope über die Nahrung, terrestrische und kosmische Strahlenquellen beträgt in unseren Regionen 2,5 mSv pro Jahr,
  • die Strahlenbelatung von Piloten liegt zwischen 2 und 6 mSv pro Jahr.
Durch das BEIR-Komitee der Nat. Akademie der Wissenschaften der USA wurde bereits 1999 ermittelt, daß das Risiko durch Röntgenstrahlung einen Brustkrebs mit mortalem Ausgang zu erzeugen für Frauen im Lebensalterssegment 50 – 60 Jahre 0,06 % / Sv beträgt. Im Lebensalterssegment 60-70 Jahre ist diese Wahrscheinlichkeit 0. Die Internationale Strahlenschutzkommission ICRP kommt zu ähnlichen Ergebnissen.
Daraus ergibt sich, daß unter Berücksichtigung der gesamten Screeningdauer, also maximal 20 Jahre mit insgesamt 10 Untersuchungen, das ohnehin bestehende mortale Brustkrebsrisiko von derzeit etwa 4 % um 0,0015 % erhöht werden könnte.
Gelingt es dagegen durch das Mammographie-Screening die Mortalitätsrate durch Brustkrebs um 30 % zu senken, wäre dies bereits eine Reduzierung des Risikos um 1,2 %.

Bei einer Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme am Mammographie-Screening ist das zusätzliche Risiko durch die Anwendung der Röntgenstrahlung vernachlässigbar gering. Der bereits kurzfristig zu erwartende Nutzen überwiegt das erst in vielleicht 20 – 30 Jahren zu erwartende geringe Risiko überdeutlich.