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Wer macht was?
Antikörpertherapie

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Wie bei anderen Krebsarten auch, gelingt es immer besser, den Tumor des einzelnen Patienten in seinen biologischen Eigenschaften zu analysieren. Beim Brustkrebs gibt es in 15-30% der Fälle Krebszellen, die ein bestimmtes Eiweiß verstärkt ausbilden, das sogenannte HER-2 Protein. Dieses HER-2 Protein ist ein epidermaler Wachstumsfaktor, der Wachstumssignale in den Zellkern vermittelt. Tumoren, die diesen Rezeptor übermäßig exprimieren, wachsen schneller und rezidivieren häufiger als Tumoren, die kein HER-2 produzieren.

Andererseits kann diese biologische Besonderheit der Tumorzellen für einen immunologischen Therapieansatz genutzt werden. Seit kurzem steht nämlich ein Antikörper zur Verfügung (Trastuzumab), der gegen den HER-2 Rezeptor gerichtet ist.

Trastuzumab heftet sich nach Infusion in den Körper gezielt am HER-2-Protein an und blockiert somit die Aufnahme von Wachstumsfaktoren, die die Krebszelle zu gesteigerter Stoffwechselaktivität und zur Teilung anregen.

Da diese Therapie nur unter bestimmten Voraussetzungen anwendbar ist und andererseits auch mit gewissen Nebenwirkungen einhergehen kann, ist die Anwendung nur durch in der Tumortherapie erfahrene Ärzte empfehlenswert. In der Regel wird diese Therapie bei uns jedoch problemlos ambulant durchgeführt, wobei regelmäßige Kontrollen der Herzfunktion angeraten sind.